Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an die CCD-Erfinder George Smith und Willard Boyle. Bereits im Jahr 1969 hatten der US-Amerikaner Smith und sein amerikanisch-kanadischer Kollege Boyle mit Hilfe des digitalen Sensors Bilder produziert.
Der von den zwei Wissenschaftlern in seiner Grundform entwickelte CCD-Sensor (Abkürzung für Charge Coupled Device) ist heutzutage Bestandteil der meisten Digital- und Videokameras, darüber hinaus findet man den Bildwandler ebenfalls in vielen optischen wissenschaftlichen und medizinischen Geräten, wie z.B. in Teleskopen. Die Nobelpreisrichter würdigten in ihrer Laudatio den revolutinären Charakter der Erfindung und bezeichneten das CCD als "elektronisches Auge" einer jeden Digitalkamera, ohne dem die "digitale Revolution" nicht möglich gewesern wäre. Dabei ging es den zwei Wissenschaftlern ursprünglich in keinster Weise um das Fotografieren oder Filmen, die CCD-Sensoren sollten vielmehr der Datenspeicherung dienen, indem Ladungen an Oberflächen von Halbleitern entlangtransportiert werden. Laut Angaben der zwei Nobelpreisträger, entstand die "CCD-Idee" im Rahmen eines einstündigen Fachgesprächs, die Konstruktion des CCD-Prototyps nahm anschliessend lediglich eine Woche in Anspruch. Die Erstveröffentlichung ihrer revolutionären Erfindung geschah im Jahr 1970 in dem Artikel "Charge coupled semiconductor devices". Auch wenn mittlerweile die CCD-Sensoren durch die empfindlicheren und weniger Energie verbrauchenden CMOS-Sensoren vielfach (z.B. in vielen Fotohandys) ersetzt werden, stellt die Erfindung von Smith und Boyle die Initialzündung für die explosive Entwicklung der digitalen Revolution dar.
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