Nach einem Bericht des Nikkei Industrial Daily versucht Eastman Kodak erneut, auf dem japanischen Markt für Digitalkameras Fuss zu fassen. Kodak hatte sich als einer der ersten Hersteller bereits 1995 in Japan versucht, war jedoch mit seinen Produkten an den Wünschen und Vorstellungen japanischer Konsumenten quasi gescheitert und hatte sich 2001 - in Sachen Digitalkameras - endgültig aus dem japanischen Markt zurückgezogen. Das zuletzt in Japan verkaufte Modell war die EasyShare DX3600 mit 2 Megapixel. Obwohl das "Abschiedsmodell" von Kodak von der Technologie und Spezifikationen her, vergleichbaren Kameras der Konkurrenz - zum damaligen Zeitpunkt - überlegen war, scheiterte der US-Hersteller hinsichtlich Absatzzahlen.Um einen erfolgreichen Wiedereintritt in den japanischen Markt zu gewährleisten, hatte Kodak einen erfahrenen Marktkenner, Yusuke Kojima (früher bei Olympus) engagiert. Dieser erkannte frühzeitig die Ursache des Misserfolges: Kodak hatte sich seiner Ansicht nach auf Bedürfnisse amerikanischer Konsumenten eingestellt und diese legen traditionell einen grossen Wert auf technische Aspekte und Spezifikationen. Japanische Konsumenten hingegen, legen einen erhöhten Wert auf Design und solide Verarbeitung digitaler Kameras, zeitgemässe, herausragende technische Merkmale sind in Japan eine Selbstverständlichkeit und keinesfalls eine Garantie für ehrgeizige Absatzzahlen. Die "ersten Schritte" in Japan wagte Kodak mit der EasyShare LS755 (5,1 Megapixel), das Modell wird ausschliesslich durch Online-Retailer seit Herbst 2004 im Land der aufgehenden Sonne vertrieben. Kojima will sich vorerst vorsichtig an den Markt herantasten und das Vetrauen japanischer Konsumenten in Kodak-Produkten herstellen und etablieren: "We are not in a hurry and may gradually win consumers confidence..." so der Manager zu Kodaks Strategie. Weitere Infos zu Eastman Kodak: Kodak Digitalkamera-Angebot - C-, CX- und Z-Reihe
|