Das schwere Erdbeben und der anschliessende Tsunami haben in Japan viele Tote, Obdachlose und unendliches Leid zur Folge. Der wirtschaftliche Schaden wird durch Experten vorläufig auf ca. 250 Milliarden Dollar beziffert
Die Zerstörung der Infrastruktur des Landes in den vom Erdbeben und Tsunami betroffenen Gebieten, treibt über das Ausmaß der humanitären Katastrophe hinaus, anerkannten Wirtschaftsexperten Sorgenfalten ins Gesicht. Schliesslich ist Japan für die westliche Hemisphäre ein wichtiger Lieferant für Elektronik- und Mikroelektronik-Produkte, darüber hinaus, der weltweit mit Abstand führende Digitalkamera-Hersteller. Die Jahrhundertkatastrophe vor zwei Wochen hat die Frage aufgeworfen, in wieweit die Foto- und Elektronikindustrie Schäden davon getragen hat, so dass Lieferengpässe und mögliche Preissteigerungen im Bereich Digital Imaging und Unterhaltungselektronik zu befürchten wären. Nun haben sich die japanischen Kamerahersteller zu Wort gemeldet und verkündet, dass trotz einiger Schäden, keinerlei Produktionsausfälle und schwerwiegende Lieferengpässe in diesem Bereich zu erwarten sind.
Branchenführer Canon So meldet beispielsweise der Elektronik-Gigant Canon, dass hauptsächlich Produktionswerke des Unternehmens in der Nordhälfte der Hauptinsel betroffen seien, darüber hinaus gäbe es noch Probleme mit Lieferungen eines kleineren Werkes aus der Gegend von Fukushima, wo erhöhte Radioaktivitätswerte noch für viel Besorgnis und Verunsicherung sorgen. In der betroffenen Canon-Niederlassung nahe Fukushima, produziert der Konzern Drucker und Tintenpatronen. Canon beklagt unternehmensintern ca. 15 verletzte Mitarbeiter, hat jedoch über 2,5 Millionen Euro für die Opfer des Erdbebens gespendet. Sony, Nikon und Panasonic Sony beklagt ebenfalls einige Schäden in zwei Dependancen nahe Fukushima, der Unterhaltungselektronikkonzern will 30.000 Radioempfänger und ebenfalls 2,6 Millionen Euro für die Opfer der Katastrophe bereitstellen. Nikon beklagt neben eingen Verletzten, leider auch einen toten Mitarbeiter und spricht auch über ernsthafte Schäden an einigen seiner Werke, die jedoch zügig behoben werden sollen. Panasonic hat ebenso wie seine Wettbewerber Canon und Sony, 2,6 Millionen Euro für die landesweiten Opfer gespendet, darüber hinaus will der Elektronikkonzern 10.000 Radios, 4000 LED-Solarleuchten, 10.000 Taschenlampen und 500.000 Batterien für die Erdbebenopfer bereitstellen. Panasonic meldet Schäden in seinen Werken in Sendai und Fukushima, wo Digitalkameras gefertigt werden. Der Produktionsbetrieb beider Dependancen ruht vorläufig.
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