Fotografen kommen bei Aufnahmen im Nahbereich öfters in Konflikt mit physikalischen Gesetzen: bei Makroaufnahmen nimmt die Schärfentiefe unweigerlich ab. Eine neue Software - Helicon Focus Pro - verspricht hier Abhilfe.
Der ukrainische Software-Hersteller HeliconSoft tüftelt seit Jahren an Algorithmen, um das Problem der Schärfentiefe bei Makroaufnahmen zu beheben. Mit Helicon Focus Pro bekommen Fotografen ein Werkzeug zur Hand, das die Probleme in diesem sensiblen Bereich beheben soll. Das Prinzip der neuen Software: Der Fotograf befestigt seine Kamera auf einen Stativ und erstellt mehrere Aufnahmen mit einem identischen Bildausschnitt. Dabei sorgt er zuerst für die Fokussierung vorderster Abschnitte des Motivs, dann fokussiert er nach und nach - unter minimaler Drehung der Kamera um eine Senkrechtachse - die hinteren und hintersten Abschnitte seines Bildausschnittes und erstellt hiervon Aufnahmen. Helicon Focus Pro legt dann bei der Bearbeitung die so erstellten Aufnahmen mit unterschiedlicher Schärfe übereinander und lässt daraus ein Foto mit "optimaler" Schärfe entstehen.
Die Software beherrscht den Umgang mit den Bildformaten RAW, JPG und TIFF und arbeitet mit 16 Bit Farbtiefe. Dank einer integrierten Staubkarte, sollen Flecken automatisch erkannt und spurlos entfernt werden. Helicon Focus erlaubt die Speicherung seiner Ergebnisse in zehn unterschiedlichen Formaten (darunter .jpg, .psd, .pdf, etc.), einzelnen Fotos der Aufnahmeserie lassen sich mit ihren unterschiedlichen Bildschärfen sogar als Animation speichern. Darüber hinaus, gibt es - mittels eines speziellen 3D-Viewers - die Möglichkeit, das fertig gerenderte Ausgabebild in einer 3D-Darstellung zu betrachten. Helicon Focus ist sowohl für Windows (Windows 2000, XP, Vista und Windows 7) als auch für den Mac (Mac OS X ab Version 10.4.11) verfügbar und benötigt ca. fünf Gigabyte Speicherplatz auf der Festplatte und einen Gigabyte Arbeitsspeicher. Angeboten wird die Software sowohl als Box- wie auch als Download-Version für knapp 150 Euro.
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